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Sozialwissenschaftliche Gesellschaft

Klaus Hugler, Hans Diefenbacher, unter Mitarbeit von Judith Baumgartner und Alan Nothnagle
Adolf Damaschke und Henry George - Ansätze zu einer Theorie und Politik der Bodenreform

Metropolis Verlag
Geleitwort von Julia Butterfly Hill
180 Seiten, 19.80 EUR
ISBN 3-89518-496-9 (März 2005)

Adolf Damaschke – Politiker, Bodenreformer, Pädagoge – und vielleicht einer der „vergessensten“ berühmten Männer der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Über 100 Straßen, Wege, Plätze tragen bis heute in Deutschland seinen Namen. Aber kaum jemand setzt sich noch mit der Idee auseinander, die sein Leben bestimmte: eine an sozialethischen Prinzipien orientierte Bodenform, die einer Gesellschaft den Weg bereiten sollte, die sich weder am Kapitalismus noch am Kommunismus orientiert. Dabei hat Damaschke viel von Henry George gelernt, der auf einem ähnlichen Weg zu diesem Ziel gelangen wollte: durch die Ersetzung aller Steuern durch eine einzige, die sich am Wert des Bodens bemessen sollte.

Der vorliegende Band unternimmt es, die Entwicklung der Theorie der Bodenreform nach Damaschke und George sowie Versuche ihrer praktischen Umsetzung nachzuzeichnen: Die Gartenbaugenossenschaft Eden-Oranienburg und die Bodenwertsteuer-Kolonie Fairhope in Alabama existieren noch heute. Welche Spuren der Gründerväter sind noch aufzufinden? Könnte der Gedanke der Bodenreform auch heute noch einen Beitrag zur Entwicklung einer ökologisch-sozialen Marktwirtschaft leisten?

Inhalt

Julia Butterfly Hill: Geleitwort

Klaus Hugler, Hans Diefenbacher: Einleitung

Klaus Hugler: Adolf Damaschke: Politiker, Bodenreformer und Pädagoge – ein soziales Vermächtnis?

Hans Diefenbacher: Adolf Damaschkes "Geschichte der Nationalökonomie

Adolf Damaschke: Das Leben und Wirken von Henry George

Alan Nothnagle: Spiel mir das Lied der Gerechtigkeit. Henry Georges "Fortschritt und Armut" und die Suche nach einer humanistischen Ökonomie

Alan Nothnagle: Fairhope - eine Bodenwertsteuer-Kolonie in Alabama

Judith Baumgartner: Erbau Dein Haus auf freiem Grund! Bodenreform und Siedlungsidee: Adolf Damaschke und die Siedlungsgenossenschaft Eden-Oranienburg

Hans Diefenbacher: Bodenreform nach Damaschke

Zwei Rezensionen
zu

Günter Bartsch
Freiheit und Gerechtigkeit - Enzyklopädie des Liberalsozialismus
Lütjenburg: Verlag für Sozialökonomie, 2006. 254 Seiten.
 

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„Liberalsozialismus, was soll das sein,“ so hört man etwa geschulte Marxisten polemisch fragen, „ein Fettauge auf der Suppe des Zeitgeistes, je nach Stimmungslage mal mehr liberal, mal mehr sozialistisch schillernd?“ Mitnichten, so lässt sich erwidern, zeigt sich doch der Liberalsozialismus in der Ideengeschichte als kleine, aber keineswegs unbedeutende Strömung, die versucht, das jeweils Beste aus den Traditionen des Liberalismus und des Sozialismus zu vereinen. Zu den wichtigen Repräsentanten gehören Benedict Friedländer, Theodor Hertzka oder Franz Oppenheimer.

   Im Gefolge der Epochenwende von 1989/91 hatte Francis Fukuyama, damals Vize-Direktor des Planungsstabes im US-Außenministerium und ein bekennender Hegelianer, vom „Ende der Geschichte“ gesprochen. Er meinte damit den Erfolg der weltweiten freiheitlichen Revolution, die nach dem Zusammenbruch der meisten totalitären Systeme zwar ihr Ziel noch nicht voll erreicht hatte, ihm aber doch sehr nahe gekommen schien. Tatsächlich ist es jedoch so, dass heute vieles für eine „Wiederkehr der Geschichte“ spricht. Man denke nur an die Renaissance aggressiver Nationalismen, die das östliche und südöstliche Europa nach dem Fall der Berliner Mauer erlebte. Die vergangenen Jahre haben auch gezeigt, dass eine einseitige Orientierung am freien Spiel der Marktkräfte, ein zur Egomanie gesteigerter Individualismus in der modernen Gesellschaft mehr Schaden als Nutzen zu stiften imstande ist. Hatte nicht ein Michail Bakunin bereits im 19. Jahrhundert warnend gemeint, so wie ein Sozialismus ohne Freiheit in die Sklaverei führe, so stelle jede Freiheit ohne Sozialismus einen Weg in die Barbarei dar?

   Der Band enthält neben dem Vorwort insgesamt 28 Biographien, die in sechs Unterabschnitte eingegliedert sind und mit denen der Autor eine Annäherung an den Liberalsozialismus versucht. Als einführendes Werk, das lässt sich vorwegnehmen, ist das Buch auch weitgehend gelungen. Allerdings ist die Frage zu stellen, ob die Bezeichnung Enzyklopädie nicht eine Übertreibung darstellt. Es fehlt zum Beispiel die gesamte Schule des „Ethischen Sozialismus“, repräsentiert durch Kurt Eisner oder Leonhard Nelson. Die Ethischen Sozialisten verwarfen den historischen-dialektischen Materialismus und versuchten mit einer Verknüpfung von kritischer Theorie und emanzipatorischem Interesse eine ethische Grundlegung des Sozialismus. (vgl. H. Holzhey (Hg.): Ethischer Sozialismus. Zur politischen Philosophie des Neukantianismus, Suhrkamp, Frankfurt/M 1989) Ausgeklammert bleibt auch der Dresdener Philosoph und Vordenker eines demokratischen Sozialismus Johann Adolph Dori. Schön wäre es weiters gewesen, etwas über den österreichischen Philosophen und Sozialreformer Josef Popper, dem Vater der Idee des sozialen Grundeinkommens, zu erfahren. Neuere Autoren wie Kurt Zube, Autor des „Manifests der Freiheit und des Friedens“ (Freiburg/Br. 1977), hätten in dem Band ebenfalls durchaus Platz finden können. Andererseits fragt sich, ob Rudolf Steiner wirklich zu den Liberalsozialisten gehört. Gar unzulässig ist es, Anarchist/innen wie Leo Tolstoi, Gustav Landauer, Emma Goldman oder Rudolf Rocker in dieses Buch einzufügen, da diese eine starke eigenständige Bewegung gebildet haben. Mehr Analyse, weniger Synthese, möchte man dem Autor zurufen. Eugen Dühring wird in dem Buch als der „erste Kathedersozialist“ (54) vorgestellt, ohne zu erwähnen, dass die Kathedersozialisten weder etwas mit Sozialismus, geschweige denn mit Liberalismus etwas zu tun hatten. Die Vertreter der universitätspolitisch einflussreichen Historischen Schule der Nationalökonomie, die ihre sozialpolitischen Anliegen ex cathedra verkündeten und die deshalb scherzhaft als „Kathedersozialisten“ bezeichnet wurden, entpuppen sich bei genauerer Betrachtung als absolute Gegner des Individualismus und als Befürworter eines starken Nationalstaates. Der von ihnen propagierte „Deutsche Sonderweg“ ist am ehesten interpretierbar als „konservative Modernisierung“ (J. Barrington Moore), als Versuch einer Effizienzsteigerung des kapitalistischen Systems „von oben“. Wie in den Schriften des 1872 gegründeten „Vereins für Socialpolitik“ nachzulesen ist, waren die sozialen Ideen der Kathedersozialisten (vgl. Bismarcksche Sozialgesetzgebung) keineswegs humanitären Motiven entsprungen: „Wir verbieten nur deshalb Kinderarbeit, damit der Organismus sich genügend stärkt, um später mehr und Besseres zu leisten. Wir beschränken die Arbeitszeit der Frauen, damit sie gesunde Kinder gebären können, die zu kräftigen und arbeitsfähigen Bürgern heranwachsen. … Der Hauptzweck sozialer Gesetzgebung ist die rationelle Ausnutzung der arbeitenden Millionen; ist Anwendung der Grundsätze, die jedem Kaufmann für sein lebendes und totes Inventar als selbstverständlich gelten, auf das menschliche Inventar. … Auch die soziale Versicherung ist nur ein Übertrag kaufmännischer Grundsätze der Amortisation von Werten, die der Abnutzung unterworfen sind.“ (zitiert in W. Thiele: Zum Verhältnis von Ärzteschaft und Krankenkasse 1883-1913; in: Das Argument, Sonderband, Berlin 1974, S. 21)  So viel zur Schule der so genannten Kathedersozialisten.

   Bei alledem ist aber zum Buche selbst positiv anzumerken, dass über die Auswertung der leicht zugänglichen Literatur hinausgehend einiges an verschollen geglaubten Schätzen gehoben wurde, sodass die gesamte Arbeit zweifellos ein originelles Bild der liberalsozialistischen Ideen mit neuen Aspekten ergibt. Und etwas, das nie vernachlässigt werden sollte: die Beiträge des Werkes sind schön ausformuliert und in einem leserfreundlichen flüssigen Stil gehalten. In der Verlagsankündigung zu dem Buch ist zu lesen: „Dieses Buch möchte die Aufmerksamkeit auf die bislang nur wenig beachteten Liberalsozialist/innen aus unterschiedlichen Generationen und Ländern lenken, die eine freiheitlich-gerechte Zukunftsgesellschaft vorbereiten wollten. Und es möchte zur Fortsetzung dieser vielfältigen und sich gegenseitig ergänzenden Bestrebungen anregen.“ In diesem Sinne ist dem Buch eine große Verbreitung zu wünschen. 
                                                                                                                    Gerhard Senft
      
                                                          
***

Günter Bartsch, der Autor unserer AfC/CGW-Geschichte „Auf der Suche nach Gerechtigkeit“, hat nochmals ein sehr schönes Buch geschrieben. Auf Anregung von Werner Onken skizziert er an 29 Persönlichkeiten der letzten 180 Jahre die Geistesströmung des Liberalsozialismus, der sich in ganz unterschiedlichen Ausprägungen durch die klassischen sozialen Bewegungen Sozialismus, Kommunismus und Anarchismus „hindurchschlängelte“ und sie befruchtete.

Die Geburtsstunde dieser Vereinigung zweier geschichtlicher Ideen macht Bartsch an Alexander Herzen fest, der, 1812 in Moskau geboren, 1847 Russland verlässt. In Paris begegnet er Karl Marx, dessen Weg er nicht folgt, weil ihm Individualität und Sozialität gleich wichtig sind.

Näher stehen sich Herzen und George Sand (1804-1876), die Bartsch im ersten Abschnitt „Die Grundlagen des Liberalsozialismus“ als nächste porträtiert, als Pionierin der Partnerschaft und Geliebte Chopins, als Schriftstellerin und Aktionistin.

Wohl bekannt sind uns der Franzose Pierre Joseph Proudhon (1809-1865) und Silvio Gesell (1862-1930). Weniger vertraut sind den meisten vermutlich Proudhons Zeitgenosse, der
englische Philosoph und Volkswirt John Stewart Mill (1806-1873) mit seinem grundlegenden zweibändigen Werk „Grundsätze der Politischen Ökonomie“ und seine kongeniale Freundin und Ehefrau Harriet Taylor (1807-1860).

In der Gruppe der „ersten Marxismus-Überwinder“ berichtet Bartsch über vier Sozialliberale: Den Naturwissenschaftler und Berliner „Kathedersozialisten“ Eugen Dühring (1833-1921) zitiert er mit dem nachdenkenswerten Satz: „Die Menschen verlangen von Natur nicht nach Gleichheit, sondern nach Proportionalität.“ Der ebenfalls in Berlin wirkende Soziologe und Nationalökonom Benedict Friedländer (1866-1908) fordert die Sozialdemokraten auf, weit höhere Arbeiterlöhne zu verlangen, eine Bodensteuer einzuführen und arbeitslose Kapitaleinkommen zu unterbinden.

Eduard Bernstein (1850-1932) wird als „Schöpfer des Demokratischen Sozialismus“ vorgestellt, der als Sozialdemokrat die offene Schere zwischen revolutionärer Theorie und reformerischer Praxis schließen will. Die vierte ist Lily Braun (1865-1916), die Wegbereiterin der Frauenbewegung.

Uns vertraut sind die fünf Bodenreformer,
- der Amerikaner Henry George (1839-1897), der als wortgewaltiger Redner und Buchautor (u.a. „Fortschritt und Armut“, 1892) mit seiner Bewegung für eine einzige Steuer auf Bodennutzung eine ungeheure Breitenwirkung erzielt und 1893 einen noch heute lesenswerten „Offenen Brief an den Papst Leo XIII“ mit dem Ziel verfasst, allen Menschen das gleiche Recht an der Erde zu gewähren;
- der gebürtige Ungar Theodor Hertzka (1845-1924), der die „Freilandbewegung“ initiiert und die später von Gesell aufgenommene Idee propagiert, die sozialisierte Grundrente zwecks Unabhängigkeit vor allem den Frauen zufließen zu lassen.
- Michael Flürscheim (1844-1912) ist Unternehmer in Gaggenau, praktiziert Gewinnbeteiligung seiner Arbeitnehmer, gründet den „Deutschen Bund für Bodenbesitzreform“, fordert (unterstützt u.a. durch Friedrich Naumann und Ernst Abbé) die Verstaatlichung des gesamten Grund und Bodens und greift gegen Ende seines überaus bewegten und in vier Erdteilen verbrachten Lebens mit einem „Bund für Währungsreform“ auch die Geldfrage auf.
- Franz Oppenheimer (1864-1943) gehört zu den Vätern der Kibbuz-Bewegung.
- Unter Adolf Damaschke (1865-1935) wird die Bodenfrage zur Massenbewegung, die sich auf die Sozialisierung der Bodenwertsteigerung konzentriert und sich in dieser Beschränkung in der Weimarer Verfassung niederschlägt.

Ein vierter Abschnitt ist den Philosophen gewidmet: Nikolai Berdjajew, Simone Weil, Ortega y Gasset und Martin Buber. Die fünfte Gruppe betitelt Bartsch mit „Schöpferischer Kulturanarchismus“, worunter er über Leo Tolstoi, den 1919 ermordeten Volksbeauftragten der Münchener Republik Gustav Landauer, die aus Litauen stammende und über Lenins Gewaltherrschaft tief enttäuschte Emma Goldman und über den Föderalisten Rudolf Rocker berichtet.

Sehr verschiedene und überaus bedeutende Geister porträtiert Bartsch im letzten Kapitel „Selbstbehauptung  und Menschwerdung“:
- Rudolf Steiner und die Soziale Dreigliederung, zu der Bartsch berechtigte Fragen stellt,
- den reformierten Theologen Leonard Ragaz, den „Erstling des Religiösen Sozialismus“ in der Schweiz,
- Albert Camus („Revolte statt Revolution“), Milovan Djilas, Titos Gegenspieler, und den Schriftsteller Stefan Heym.

Der Autor erweist sich wieder einmal als belesen und kenntnisreich.
Dass sein Buch im Stil mehr journalistisch als wissenschaftlich ist und dementsprechend statt genauer Quellenangaben auf weiterführende Literatur verweist, kommt verbreiteten
Lesegewohnheiten eher entgegen. Es ist ein weiteres Zeugnis einer besonderen Begabung des Autors, sich in ganz verschiedene Menschen hineinzudenken und dem Leser Persönlichkeiten einfühlsam und überaus lebendig vor Augen zu führen.

Für uns CGW, die wir bewusst aus verschiedenen Quellen schöpfen und in unserem Faltblatt sieben von Bartsch porträtierte Liberalsozialisten ausdrücklich nennen, ist dieses Buch sowohl für geistige Verortung als auch für Blickerweiterung von großem Wert, zumal es zeigt, wie unterschiedliche An- und Einsichten sich ergänzen und befruchten.
Günter Bartsch verstarb im Juli 2006, legt uns dieses Buch also als Vermächtnis ans Herz und damit die Erkenntnis, dass Freiheit und Gerechtigkeit zusammengehören.

                                                                                           Roland Geitmann


Hans G. Nutzinger (Hg.)
Gerechtigkeit in der Wirtschaft -
Quadratur des Kreises ?

Metropolis Verlag
ca. 220 Seiten, 24.80 EUR
ISBN 3-89518-527-2 (Oktober 2005)

Der vorliegende Band vereinigt die überarbeiteten Beiträge zu der gleichnamigen Tagung an der Evangelischen Akademie Hofgeismar vom 12.– 14.11.2004. Hintergrund ist die historisch gewachsene und immer stärker formalisierte und weiterentwickelte Konzentration der Standardökonomik auf Effizienzurteile und die zunehmende Ausblendung
von Gerechtigkeits- und Verteilungsfragen im ökonomischen Denken. Über die Kritik wohlfahrtstheoretischer Engführungen hinaus präsentiert dieser Band verschiedene neuere Ansätze zur (Wieder-)Einbeziehung von Gerechtigkeitskonzeptionen, beginnend mit der Idee der „Natürlichen Wirtschaftsordnung“ (Prof. Dr. Gerhard Senft, Wirtschaftsuniversität Wien), weiter über die Idee der Nachhaltigkeit als intergenerationaler Gerechtigkeit in philosophischer und juristischer Sicht (Prof. Dr. Felix Ekardt, Universität Bremen), das System der Einkommensbesteuerung zwischen Effizienz und Gerechtigkeit (Prof. Dr. Dirk Löhr), neuere Konzepte von Gerechtigkeit in der Wirtschaftswissenschaft (Prof. Dr. Stephan Panther, Universität Flensburg), den Gerechtigkeitsbegriff im Alten und Neuen Testament mit seinen sozialethischen Konsequenzen (Pfarrer Dr. Jochen Gerlach, Pfarrer in Wabern) bis hin zum Problem der „Austreibung des Dämonischen aus der Wirtschaft“ (Prof. Dr. Thomas Ruster, Universität Dortmund). Einen Strukturierungsvorschlag zu dieser komplexen Problematik liefert die kurze Einleitung des Herausgebers.


Vor 100 Jahren,
am 4. Januar 1904,
wurde
Karl Walker
geboren, lange Jahre Mentor
und geistiger Wegweiser der Sozialwissenschaftlichen Gesellschaft.

Zur Erinnerung Zitate
aus seinen Werken.


| BUCHHINWEIS |

Aus: Demokratie und Menschenrechte
Lauf b/Nürnberg: Rudolf Zitzmann Verlag, 1947

"Wo und solange aber an Stelle einer zweckgesetzten und auf Gewalt gestützten Ordnung die Ordnung des Waltenlassens, der Freiheit herrschte - auch diese freilich in mancherlei Gradunterschieden, - da zeigten sich auch die Ansätze, die Knospen und Blüten einer Kulturentwicklung, wie sie des Menschengeschlechts würdig ist und vom ihm erwartet werden kann". (31)

"Wenn wir Ordnung konstruieren, die nicht mit den Tendenzen der Natur, Trieben und Anlagen der Menschen in Übereinstimmung zu bringen ist, wenn sich die Notwendigkeit ergibt, Zwang anzuwenden, um sie durchzusetzen, dann ist diese Ordnung falsch und gegen den Sinn der Welt gerichtet. Konflikte zwischen den auf eine weit wesenhaftere und höhere Harmonie ausgerichteten Tendenzen der Natur und unseren ausgedachten Plänen können nur auf einen Fehlgriff unseres menschlichen Intellekts zurückgehen, - denn die Natur irrt nicht". (33)

"Wir sollten also wohl (...) in dem Bemühen um die Gestaltung einer lebendigen, freiheitlichen Lebensordnung die Kräfte, Tendenzen und Triebe der Menschenwesen - Hunger und Liebe in allen Formen und Abwandlungen bis zum Streben nach Wohlstand, nach Anerkennung, Freiheit und Ruhm - als naturgegebene Kräfte einsetzen und (..) mit diesen Kräften und nicht gegen sie die Harmonie einer Ordnung zu gestalten suchen". (33)

"Die Höherentwicklung der Menschheit zielt auf Freiheit und bedarf der Freiheit - das sind innere unabdingbare Notwendigkeiten - deshalb muß die Entwicklung naturnotwendig auf der Linie verlaufen, auf der die Idee der Demokratie liegt." (36)

"...Synthese von Freiheit und Ordnung. Wäre nichts weiter der Sinn der Demokratie, als diese Synthese zu suchen, so wäre es Sinn genug, sich dafür einzusetzen. Freiheit soll die Grundlage der Demokratie sein; Gemeinschaftsordnung zu gestalten, ist der Zweck, dem sie dient. Und von beiden das rechte Maß und die beste Form zu finden, das ist die Kunst, auf die es ankommt." (40)

"Eine jede Entscheidung, die auf gegenseitiger Übereinkunft beruht, - das ist doch das Prinzip der Demokratie - ist umso leichter zu erzielen, je kleiner die Zahl der Mitbestimmenden ist." (45)

"Demokratie soll das Prinzip sein, das die soziale Ordnung aus dem freien Willen der Menschen organisch werden und sich entwickeln läßt. Auf diesen einen gesunden Trieb muß der Baum zurückgeschnitten werden." (57)

"Parteipolitik als Politik der Wahrnehmung von Gruppeninteressen ist eine Verirrung der Demokratie ..." (S. 61)

"Es ist übrigens auch auf allen anderen Lebensgebieten so, nicht nur auf dem Gebiet der Politik, daß Entdeckungen, Erfindungen, neue Einsichten und Erkenntnisse mit ihren praktischen Nutzanwendungen nie von der Masse, sondern immer nur von schöpferischen Minderheiten ausgehen." (64)

"Machtwahn, Herrschaftsprinzip, Entscheidung der Gewalt, alles das war aus dem Requisiten-Arsenal der Weltgeschichte von unseren Demokraten unbedenklich übernommen worden, und Toleranz - ja, diesen Begriff haben sie nach der voraufgegangenen Katastrophe schon noch hinzugelernt..." (76)

"Auf jeden Fall sollte man sich darüber klar sein, daß das Vordringen der 'Reaktion' - wenn die demokratische Idee weiterhin so gehandhabt wird wie bisher - nur durch die Resignation der Mehrheit ermöglicht wird und somit nicht ganz unverschuldet kommt." (77)

"...weil doch der Grundsatz der Mehrheitsherrschaft auch ein 'Totalitätsprinzip' ist und, wenn er überhaupt einen praktischen Sinn haben soll, die gleichzeitige Duldung andersartiger Bestrebungen ausschließt." (99)

"Wir sollten also eine Übereinkunft treffen, welche jeder Gruppe das Recht einräumt, die Prinzipien der von ihr angestrebten Gesellschafts-Ordnung im Kreis der Gleichgesinnten durchzuführen. Die für das Ganze wichtigste Bedingung wäre die, welche die Abgrenzung solcher Bestrebungen gegen die Bestrebungen der anderen Gruppen betrifft. Der Grundsatz dieser Abgrenzung müßte der gleiche sein, der auch für die Abgrenzung der persönlichen Freiheit Allgemeingültigkeit beanspruchen kann, nämlich der Grundsatz, daß die Freiheit darin besteht, alles zu tun, was nicht die Freiheit der anderen beeinträchtigt." (101)


Aus: Karl Walker, Geist und Weltgestaltung
Lauf b/Nürnberg: Rudolf Zitzmann Verlag, 1960

"Es gibt nichts Törichteres als die Meinung, man könne mit 'weltanschaulicher Neutralität' an die Probleme der Politik, der Gesellschaftsordnung, der Wirtschaft und Kultur herangehen." (S. 18)

"Sinn, Zweck, Zielstrebigkeit, regelhaftes Verhalten, Ordnung sind Erkennungszeichen dafür, daß die Erscheinungen geist-gesteuert sind." (24)

"Entwicklung und Weiterentwicklung ist kein kontinuierlicher, langsamer oder rascher fortschreitender Prozeß, sondern eine längere Folge spontan sprunghaft auftretender Vorgänge." (69)

"Es ist, als sei es ein Gesetz der Höherentwicklung, daß alle Lösung vom Gewohnten, alle Umformung des Bestehenden nur unter Schmerzen erfolgen kann. Und doch ist der Trieb, durch Schmerz und Tod hindurch den Weg der Lebensentfaltung weiter zu verfolgen, die rätselhafte Kraft, die das Leben begleitet." (76)

"Was ethisch richtig ist, das ist auch sachlich richtig , und was ethisch falsch ist, das ist auch sachlich falsch." (79)

"Der Unterschied der Auffassungen setzt erst dort ein, wo schon Aristoteles sich nicht mit den Dingen an sich (mit der Materie), sondern mit den 'Prinzipien' und 'Ursachen'der Dinge befaßte." (85)

"Wo die Freiheit im ökonomischen Wettbewerb die Rentabilität angreift und abbaut, wird sie dem ‚höheren Ideal' untergeordnet". (119)

"Wir können mit den Mitteln physikalisch-mathematischer Gesetze zwar die leblose anorganische Materie erfassen, zum Verständnis der Daseinsbedingungen der Gesellschaft aber bedürfen wir des Einblicks in die andersartigen oder darüber hinausgehenden Prinzipien der organischen Ordnung". (103)

"Unsere westliche Welt denkt ja kaum mehr anders als kommerziell; und in diesen Denkbahnen versteht sich das Postulat der Freiheit in der Hauptsache auf das Recht am Profit..." (118)

"Aber die Eigentümlichkeit des freien Wettbewerbs, den Profit in gegenseitiger Konkurrenz abzubauen, würde die in unserer westlichen Welt so hoch geschätzte Rentabilität der Vergänglichkeit preisgeben." (120)

"Wir stellen heute in der Weltentwicklung mit der törichten Absicht, das Rentabilitätsprinzip des Kapitalismus auf Zeit und Ewigkeit zu erhalten, ein retardierendes Element dar. Im Sinne der Dialektik der Geschichte sind wir rückständig - nicht im Technischen, wohl aber in unserer Wirtschaftsordnung." (121)


Aus: Zur Durchsetzung gesellschaftlicher Neuerungen
in: Karl Walker, Ausgewählte Werke,
Studien zur Natürlichen Wirtschaftsordnung 2
,
Lütjenburg: Gauke Verlag, 1995.

"Die Möglichkeiten herkömmlicher Politik sind erschöpft. Von Jahr zu Jahr wird deutlicher, daß demokratische Entscheidungen zu Blockierungen führen und zu Zuständen, die bedenklicher sind als diejenigen, die behoben werden sollten". (382)

"Die Alternative zur Machtpolitik der Mehrheit ist nicht die Machtpolitik eines Diktators oder einer Minderheit, sondern der Verzicht  auf machtpolitische Durchsetzung einer Neuregelung. ... Eine Minderheit kann eher fähig sein, neue Wege zu finden; aber auch Minderheiten können fehlbar sein - und deshalb darf es ihnen nicht zustehen, machtpolitisch durchzusetzen, was sie für richtig halten." (383)

"Zwischen den beiden Möglichkeiten der Machtpolitik von Mehrheiten und Minderheiten gibt es nur noch die einer freiheitlichen Gesellschaftsordnung angemessene Handlungsfreiheit in den Abgrenzungen der demokratischen Verfassung". (383)

"Die bedeutungsvolle große Neuerung des Übergangs von der reinen Metallwährung zum Papiergeld war ein entwicklungsnotwendiger Schritt. Hat man darüber erst Theorien entwickelt, Programme aufgestellt, Parlamentsdebatten entfesselt und das Einverständnis der Allgemeinheit oder der Mehrheit oder der Regierung eingeholt?  - Nein! - Man hat ganz einfach nur die Banknote eingeführt - mit der Austauschmöglichkeit für diejenigen, die nicht mitmachen wollen, die diese Art Geld nicht annehmen! - Aber gerade diese Zwanglosigkeit, diese Respektierung der anderen Auffassung hat es bewirkt, daß sich die Neuerung einspielte." (384)


Aus: Karl Walker, Das Weltwährungssystem -
Eine Kritik an den theoretischen Grundlagen und ein Entwurf zur Reform
Lütjenburg: Gauke Verlag, o.J. (1974?)

"Es darf keiner zu einem Anspruch auf die Leistungen anderer gelangen, ohne selbst eine Leistung in den Markt hinein gegeben zu haben". ( 36) 

"Einziges Kriterium für eine stabilitätspolitisch korrekte Geldschöpfung kann nur sein, keinen zu Geld kommen zu lassen, der nicht selbst oder durch einen Dritten (Kreditgeber) etwas geleistet oder geliefert hat". (55)

Aus: Karl Walker, Das Geld in der Geschichte
Lauf bei Nürnberg: Rudolf Zitzmann Verlag, 1959

"Wir wollen die Entwicklung des Geldwesens zwar nicht allzu eng als ausschließliche ‚Ursache' für Blüte oder Niedergang der Kulturen ansehen, wohl aber als immerhin mitentscheidende Vorbedingung. In der innigen Verwobenheit des Ganzen hat auch die Entfaltung der Geldwirtschaft ihre Vorbedingungen, wiederum  nicht eine einzelne und einzige Ursache, sondern vielleicht ein ganzes Bündel davon." (135)

"Wenn die Beschäftigung mit der Geschichte einen Sinn hat, so ist es zweifellos der: aus der Geschichte zu lernen, aus den Erfahrungen der Vergangenheit im Positiven wie im Negativen die Folgerungen für unser eigenes Handeln zu ziehen. Aus dem Abstand von Jahrhunderten gesehen wird gewiß manches wesenlos, was in Wirklichkeit von Gewicht war; und anderes erscheint in einer Verklärung oder Finsternis, die der Sache vielleicht nicht zukäme. Verkennen wir also nicht: die Erde war noch nie ein Paradies, die Menschen haben zu allen Zeiten in Unzulänglichkeiten und Leidenschaften, in Wahn und Fanatismus wider den Sinn ihres Daseins gesündigt - und sie haben zu allen Zeiten in Größe und Begeisterungsfähigkeit, in Glaubensstärke und Edelmut Beispielhaftes vollbracht." (135/36)

"Die Angelegenheiten von Ernährung, Kleidung, Wohnung, Wirtschaft, Geld, Technik, Kunst usw. sind gewiß wichtig, aber sie sind nicht einzig, und wir dürfen sie nicht überschätzen und keines ohne den Blick auf das Ganze in seinen Zusammenhang einordnen. Die richtige Haltung dem Ganzen gegenüber führt mit fast natürlicher Folgerichtigkeit auch zu den richtigen Entscheidungen im besonderen, in den Teilfragen." (136)

"Doch wo geistige Klärungen und vielleicht Wandlungen notwendig sind, da bedarf es der Zeit des Besinnens und Reifens, da gibt es keine schlagartigen Wendungen, die die Zustände spontan verändern. Was echt und zukunftsträchtig ist, kann nur nach dem Gesetz organischen Werdens wachsen und sich ausbreiten; in dieser Hinsicht ist unsere Welt vermutlich nicht anders als die Welt unserer Ahnen. Und wenn es den heute Lebenden und Wirkenden nur noch gelingen sollte, in der Verworrenheit unseres Daseins Inseln der Ordnung zu schaffen, so wäre damit schon genug getan. Das Zusammenwachsen zu einem großen Ganzen ergibt sich von selbst, wenn der einende Geist das Werdende von Anfang an bestimmt und führt." (136)

Karl Walker verstarb am 5. Dezember 1975 in Berlin.

Zusammengestellt von Ekkehard Lindner unter Mitarbeit von Josef Hüwe.


Karl Walker: Ausgewählte Werke
400 Seiten, Pb. - ISBN 3-87998-482-4
9,90 EURO | 19,80 SFR
In der von Silvio Gesell begründeten Schule unorthodoxen ökonomischen Denkens war Karl Walker (1904-1975) derjenige Denker, der den Modellansatz einer Natürlichen Wirtschaftsordnung am gründlichsten überprüfte. Er erneuerte die weltanschaulichen Grundlagen dieses Modells, bemühte sich um eine Klärung theoretischer Details und suchte nach Wegen zur praktischen Verwirklichung. Walkers Werke bilden einen wichtigen Meilenstein im bisherigen Nachdenken über eine Natürliche Wirtschaftsordung und sie enthalten wertvolle Orientierungshilfen für die weitere Entwicklung dieses Modells. 
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Roland Wirth
Marktwirtschaft ohne Kapitalismus -  Eine Neubewertung der Freiwirtschaftslehre aus wirtschaftsethischer Sicht

Bis heute fristet die Freiwirtschaft Silvio Gesells ein Schattendasein in der ökonomischen und politisch-philosophischen Debatte - zu Unrecht, wie diese Dissertation zeigt. Roland Wirth versucht, die Erkenntniskraft der theoretischen Ökonomie zu stärken, in dem er die spezifisch freiwirtschaftlich-monetäre Perspektive auf das kapitalistische Wirtschaftssystem würdigt. Mit der freiwirtschaftlichen Geldreform zeigt er einen attraktiven Weg in der Ordnungspolitik auf, mit dem der Grabenkampf zwischen staatsgläubig-keynesianischer und neoliberaler Ausrichtung in der Ökonomie überwunden werden könnte. Drittens werden die philosophischen und geistesgeschichtlichen Grundlagen der Freiwirtschaft erhellt und Perspektiven ihrer vernunftsethischen Erneuerung aufzeigt. Am Horizont gewinnt damit die faszinierende Leitidee einer liberalen Bürgergesellschaft Konturen.
Dr. Roland Wirth, geb. 1974, ist Lehrer für Wirtschaft und Recht sowie Lehrbeauftragter an der Universität St. Gallen.

2003. 193 Seiten mit 5 Abbildungen
(St. Galler Beiträge zur Wirtschaftsethik 34)
ISBN 3-258-06683-3  | EUR 32.00

Das Jahrbuch für Bodenpolitik beleuchtet im Sinne eines nachhaltigen Umgangs mit der knappen Ressource Boden gesamthaft die ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekte der Bodennutzung.
In der vorliegenden ersten Ausgabe wird schwerpunktmäßig der permanente Zuwachs an Siedlungs- und Verkehrsfläche thematisiert, der trotz konjunktureller Flaute immer noch ca. 105 ha pro Tag beträgt und eines der dringlichsten Umweltprobleme Deutschlands darstellt. Ausgehend von raumplanerischen Strategien und Leitbildern werden rechtliche und wirtschaftliche Instrumente zur Begrenzung des Flächenverbrauchs von namhaften Fachleuten und Vertretern der im Bundestag vertretenen Parteien diskutiert. Weitere Problembereiche sind Nutzungskonkurrenzen (Verkehr und landwirtschaftliche Nutzung) sowie Verteilungsfragen, die mit der Begrenzung von Bodennutzungen verbunden sind.

I. Raumplanung und Entwicklung
H.-D. Krupinski: Siedlungsentwicklung, Flächenpolitik und Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen
M. Fuhrich: Kommunales Flächenmanagement als Strategie nachhaltiger Stadtentwicklung
H. Wiggering, C. Dalchow: Flächeninanspruchnahme – nur mit ganzheitlichen Raumkonzepten einzuschränken
 
II. Neue Instrumente zur Eindämmung des Zuwachses der Siedlungs- und Verkehrsfläche
H. Dieterich: Reform der Grundsteuer - Wertbezogene Bemessungsgrundlage
K. Rommel: Flächennutzungsrechte aus umweltökonomischer Sicht 
M. Schmalholz: Defizite des geltenden Umwelt- und Planungsrechts zur Begrenzung der Flächennutzung
F. Dosch, K. Einig: Von der Siedlungsexpansion zur regionalen Innenentwicklung: der Beitrag integrierter Flächenmanagementansätze

III. Stellungnahmen der politischen Parteien
P. Götz, CDU/CSU: Überlegungen zu einer nachhaltigen Flächenhaushaltspolitik in Deutschland
F. Eichstädt-Bohlig, Bündnis 90/DIE GRÜNEN: Neue Initiativen zu Begrenzung des Siedlungsflächenwachstums
W. Spanier, SPD: Die Verminderung der Flächeninanspruchnahme konsequent umsetzen

IV. Nutzungsansprüche und -konkurrenzen
E. U. Köpf: Nachhaltige Forstwirtschaft im Problemfeld der Landnutzungsansprüche
K. Giering: Raum, Verkehr und akustische Umweltverschmutzung

V. Verteilung
D. Löhr: Die Verteilung von Property Rights an Grund und Boden aus ordnungspolitischer Sicht 

Jahrbuch für Bodenpolitik 2004
Schwerpunktthema: Flächeninanspruchnahme und Flächenhaushaltspolitik
herausgegeben von
Hartmut Dieterich, Dirk Löhr, Stephan Tomerius
Verlag für Wissenschaft und Forschung | 3-89700-386-4, 228 Seiten, 29,90 Euro

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