|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
|
|
|
47. Mündener Gespräche Freiheit und Gleichheit in einer Bürgergesellschaft ohne Reichtum und Armut
30./31. Oktober 2010
|
|
|
|
|
Die französische Revolution von 1789 sollte eine Umwandlung der alten Ständegesellschaft in ein republikanisch-demokratisches Gemeinwesen mit einem wirtschaftlich selbstständigen, in sich
homogenen „Dritten Stand“ herbeiführen. An die Stelle der alten Macht von Adel und Klerus über ihre Untergebenen trat jedoch eine neue hierarchische Schichtung der Gesellschaft in Ober-, Mittel- und Unterschichten.
Ihre ökonomische Instabilität führte im 20. Jahrhundert zweimal zu tragischen Abstürzen in totalitäre Herrschaftsformen.
Nach deren Überwindung verharrt die Gesellschaft noch immer in ihrer hierarchischen Schichtung. Die Kluft zwischen Reichtum und Armut wird größer und die Mittelschichten, die
als Rückgrat einer freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft unentbehrlich sind, befinden sich in einem Prozess ihrer schleichenden Auflösung. Im Kampf um Marktanteile auf den monopolistisch vermachteten
(Welt-)Märkten geraten kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ins Hintertreffen gegenüber der Übermacht der Konzerne. Nur wenige Angehörige der mittleren Schichten schaffen den Aufstieg nach oben – vielen droht der
Abstieg nach unten in abhängige Beschäftigungen oder gar in das Prekariat.
Zwar ist dieser Prozess in Deutschland noch nicht so weit fortgeschritten wie in anderen Ländern. Aber verstärkt durch die Finanz- und Wirtschaftskrise, schreitet auch bei uns
die Auflösung der mittleren Schichten voran. Dieser Fehlentwicklung lässt sich nicht mit herkömmlicher Interessenpolitik für den Mittelstand begegnen. In Erinnerung an die Ideale der Französischen Revolution bedarf
es des Nachdenkens über Wege in eine nachkapitalistische bürgerliche Gesellschaft von Freien und Gleichen ohne die bisherige hierarchische Schichtung von reicher Oberschicht, erodierender Mittelschicht und
verarmender Unterschicht.
Die 47. Mündener Gespräche sollen den Konflikt zwischen Kapital und Arbeit(slosigkeit) und die hierarchische Schichtung der Gesellschaft in den Blick nehmen. Und sie sollen den
Blick öffnen für eine Gesellschaft von wirtschaftlich selbstständigen und selbstverantwortlichen Bürgerinnen und Bürgern, die einen wirtschaftlich homogen „Dritten Stand“ bilden und der politischen Zivilgesellschaft
ein stabiles Fundament geben.
Werner Onken
|
|
|
|
|
|
|
SAMSTAG, 30. OKTOBER 2010
10.00 Uhr
Begrüßung und Eröffnung der Tagung mit Gedanken über eine nachkapitalistisch-bürgerliche Gesellschaft ohne Reiche und ohne Arme Dipl.-Ökon. Werner Onken, Oldenburg
10.45 Uhr Der kollektive Buddenbrooks-Effekt - Sozialstrukturelle Hintergründe der Wirtschaftskrise Prof. Dr. Christoph Deutschmann, Universität Tübingen
12.30 Uhr Mittagspause
14.30 Uhr Ober-, Mittel- und Unterschichten - Ein Querschnitt durch die hierarchisch geschichtete Gesellschaft Ulrike Herrmann, Berlin, Journalistin bei der taz und Autorin des Buches „Hurra wir dürfen
zahlen – Der Selbstbetrug der Mittelschicht“
16.00 Uhr Kaffeepause
16.30 Uhr Die Rolle des Geldes bei der schleichenden Auflösung der Mittelschichten
Dipl.-Volksw. Ass.jur. Jörg Gude, Steinfurt
18.00 Uhr Abendpause
20.00 Uhr Solidarische Wirtschaft und kleine alternative Firmen Dipl.-Math. Alwine Schreiber-Martens, Jahnatal/Riesa
SONNTAG, 31. OKTOBER 2010
9.00 Uhr Unternehmungen mit einer Mitarbeiterkapitalbeteiligung NN, Arbeitsgemeinschaft Partnerschaftlicher Unternehmen, Kassel (angefragt)
10.30 Uhr Pause
11.00 Uhr Abschließende Podiumsdiskussion mit den Referenten der Tagung und offenes Gespräch mit den TeilnehmerInnen
12.30 Uhr Ende der Tagung - Änderungen vorbehalten!
|
|
 |
|
|
 |
 |
 |
|
Die Anmeldung
zur Tagung erfolgt bei der SG. Die Reinhardswaldschule nimmt Reservierungen nur durch die SG an und rechnet Unterkunft und Verpflegung der Teilnehmer nur mit dieser ab. Wir bitten daher um Verständnis, dass auch wir Ihre Anmeldung erst mit dem Eingang Ihrer Zahlung als verbindlich annehmen und weiterleiten können.
Das Anmeldeformular und weitere Informationen hier zu ggb. Zeit.
Die Tagungsgebühr beträgt 25 €, für Tagesgäste 15 € (Richtsatz).
Studierende, Auszubildende und Arbeitslose zahlen keine Tagungsgebühr.
|
 |
 |
|
|
TAGUNGSSTÄTTE | WEGBESCHREIBUNG
|
|
 |
 |
|
Der Veranstaltungsort der “Mündener Gespräche” ist die Reinhardswaldschule Rothwestener Straße 2-14 | 34233 Fuldatal (Simmershausen)
Fon +49 (0) 561 8101 - 0 | Fax +49 (0) 561 8101 - 200 weitere Informationen: www.reinhardswaldschule.de | Direkter Kontakt nur “im Notfall”!
|
|