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Sozialwissenschaftliche Gesellschaft

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TAGUNGSSTÄTTE/WEGBESCHREIBUNG |

46. Mündener Gespräche
20./21. März 2010

Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen
der Sozialwissenschaftlichen Gesellschaft 1950 e.V.
in der Reinhardswaldschule, 34233 Fuldatal-Simmershausen,
zwischen Kassel und Hann. Münden.

Mit Wachstum aus der Finanzkrise in eine
weitere Umweltzerstörung?

Nachdem die Finanzkrise im Jahr 2008 zu einem ‚Minuswachstum’ von 5 - 6 % geführt hat, hoffen Wirtschaftswissenschaftler und Politiker auf die Wiederkehr positiver Wachstumsraten der Wirtschaft. Allein mehr realwirtschaftliches Wachstum werde aus der weltweiten Finanzkrise herausführen und die sozialen Probleme lösen. Wachstum soll Arbeitsplätze schaffen, Einkommen steigern, die Sozialkassen sichern und den Staat finanzieren. „Wachstum ist nicht alles, aber ohne Wachstum ist alles nichts“ - so die Hoffnung der Politiker aller Parteien und ihrer Experten. Um einen wenigstens ‚flachen Wachstumspfad’ zu generieren, wurde sogar ein Wachstumsbeschleunigungsgesetz beschlossen.

   Eine zunehmende Zahl von Wissenschaftlern sieht jedoch gerade im Wachstum selbst ein Problem. Wenn wir angesichts des drohenden Klimawandels und schwindender Rohstoffreserven weiter unser Heil im Wirtschaftswachstum suchen und das westliche Lebensmodell auf die ganze Welt ausdehnen, werde das nicht nur zu Naturkatastrophen, sondern auch zu gravierenden gesellschaftlichen Verwerfungen führen, bis hin zur Gefährdung der Demokratie. Ohne eine Abkehr vom „Wachstumsfetischismus“, auch von einem ökologisch modernisierten Wirtschaftswachstum, könne die drohende Klimakatastrophe nicht mehr abgewendet werden. Das Wirtschaftswachstum der letzten 200 Jahre sei eine welthistorische Ausnahme und nun gelte es zu erkennen, dass diese Party unwiderruflich vorbei ist.

   Obwohl große Ökonomen wie John Stuart Mill und John Maynard Keynes schon an die Möglichkeit gesättigter Märkte dachten und sich einen Übergang in ein „quasi-stationäres Gemeinwesen“ vorstellten, bietet die heutige Standardökonomie noch keine Orientierung für ein stabiles Nullwachstum oder gar ein sozial abgefedertes Schrumpfen der Wirtschaft. So stellen sich grundlegende Fragen wie: Sind kapitalistische Marktwirtschaften ohne Wachstum überhaupt denkbar? Können alternative ökonomische Denkansätze wie die Geld- und Bodenreform etwas zur Schaffung einer stabilen Wirtschaft ohne Wachstum beitragen? Gibt es einen im Geld wurzelnden Wachstumszwang? Oder würde eine Geld- und Bodenreform vielleicht auch nur weiteres Wachstum bewirken? Diese Fragen sollen im Mittelpunkt der 46. Mündener Gespräche stehen und zu kontroversen Diskussionen anregen.

Das Programm ...

SAMSTAG, 20. März 2010

10.00 Uhr  Begrüßung und Eröffnung der Tagung
Dipl.-Vw. Ass. jur. Jörg Gude, Sozialwiss. Gesellschaft
        
10.15 Uhr  Grundgedanken der postkeynesianischen, neoklassischen und neueren Wachstumstheorien
Prof. Dr. Thomas Huth, Leuphana-Universität Lüneburg

12.00 Uhr  Mittagspause

14.30 Uhr  Die Sehnsucht nach unschädlichem Wirtschaftswachtum – Ist sie erfüllbar? -  Plädoyer für eine ehrliche Nachhaltigkeitspolitik
Prof. em. Dr. Gerhard Scherhorn, Mannheim

16.00 Uhr  Kaffeepause

16.30 Uhr  Zins und Wirtschaftswachstum – Sisyphos als Umweltökonom
Prof. Dr. Dirk Löhr, FH Trier – Umweltcampus Birkenfeld

18.00 Uhr  Abendpause

20.00 Uhr  Gibt es einen monetären Wachstumszwang?
Ass.jur. Fritz Andres, Kirn/Nahe
                
SONNTAG, 21. März 2010

  9.00 Uhr Eine Postwachstumsökonomie als Voraussetzung für wirksamen Klimaschutz
PD Dr. Niko Paech, Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

10.30 Uhr  Pause

11.00 Uhr  Abschließende Podiumsdiskussion mit den Referenten
der Tagung und offenes Gespräch mit den TeilnehmerInnen

12.30 Uhr  Mittagessen + Abreise -  Änderungen vorbehalten!

  Info-Flyer [PDF-Download] angelegt als falzbare Flyer-Version zur Weitergabe

ANMELDUNG | TAGUNGSGEBÜHR

Die Anmeldung zur Tagung erfolgt bei der SG. Die Reinhardswaldschule nimmt Reservierungen nur durch die SG an und rechnet Unterkunft und Verpflegung der Teilnehmer nur mit dieser ab. Wir bitten daher um Verständnis, dass auch wir Ihre Anmeldung erst mit dem Eingang Ihrer Zahlung als verbindlich annehmen und weiterleiten können.

Bitte richten Sie Ihre Anmeldung ausschließlich mit dem
 Anmeldeformular
[ PDF-Download]
an: Andreas Ehrich, Bekkoppeln 37, 22395 Bergstedt
eMail:
ehrich@sozialoekonomie.info
und geben Sie Ihre Wünsche bezüglich Übernachtung und Verpflegung auf dem Anmeldeformular an. Ihre gesamten Tagungskosten überweisen Sie bitte auf das auf dem Anmeldeformular angegebene Konto der SG.
Eine Barzahlung am Tagungsort ist nur noch für Teilnehmer möglich, die weder in der Reinhardwaldschule übernachten noch an den Mahlzeiten teilnehmen.

Die Tagungsgebühr beträgt 25 €, für Tagesgäste 15 € (Richtsatz).
Studierende, Auszubildende und Arbeitslose zahlen keine Tagungsgebühr.

ORGANISATORISCHES

  Tagungsablauf
Der Empfang in der Tagungsstätte – Zimmerzuweisung – bittet um möglichst frühe Ankunft. Tagesgäste ohne Übernachtung und Verpflegung sind willkommen.

  Jugend-Fonds
Auf begründeten Antrag an die Geschäftsstelle (s. Kontakte) können Zuschüsse zu den Tagungskosten an Studierende und junge Erwerbslose in Höhe von 50 Euro gezahlt werden, bei erheblichen Fahrtkosten bis 80 Euro.

  Kontakt: Sozialwissenschaftliche Gesellschaft
Geschäftsstelle: Dipl.-Volksw. Ass.jur. Jörg Gude, Wiedel 13, 48565 Steinfurt
eMail:
JoergGude@aol.com

  Anmeldungen bitte ausschließlich an:
Andreas Ehrich, Bekkoppeln 37, 22395 Bergstedt | eMail: ehrich@sozialoekonomie.info

  Jugendherberge Kassel
Anschrift der JH: Schenkendorfstraße 18, 34119 Kassel |
Fon: 0561-776455, Fax: 776832, eMail:
kassel@djh-hessen.de                                                                                                                                                                                                 OBEN

TAGUNGSSTÄTTE | WEGBESCHREIBUNG

Der Veranstaltungsort der “Mündener Gespräche” ist die Reinhardswaldschule
Rothwestener Straße 2-14 | 34233 Fuldatal (Simmershausen)
Fon +49 (0) 561 8101 - 0 | Fax +49 (0) 561 8101 - 200
weitere Informationen:
www.reinhardswaldschule.deDirekter Kontakt nur “im Notfall”!

  Mit dem Auto
Aus allen Richtungen - auf der A 7, Kassel Nord (77) abfahren. Auf der Dresdener Straße Richtung Stadt, Hauptrichtung B 3, Richtung Hann. Münden. In Simmershausen auf der B 3 bleiben bis links – Abbiegespur - Einfahrt zum Parkplatz der Reinhardswaldschule sichtbar wird.

Aus Richtung Norden – wer die Landschaft erleben und Kassel meiden will – auf der A 7 die Abfahrt Hann. Münden/Hedemünden (75) benutzen. Auf der B 80 Richtung Hann. Münden. Fahrt durch das Werratal. In Hann. Münden auf die B 3 Richtung Kassel wechseln. Weiterfahrt im Fuldatal bis Wahnhausen. Nach der Ortsdurchfahrt und ca. 1-1,5 km auf Hinweisschild „Parkplatz“ auf der rechten Seite achten. Nur sehr klein der Hinweis „Reinhardswaldschule“. Kurz danach rechts Einfahrt auf den Parkplatz der Reihhardswaldschule.

  Mit Bus und Straßenbahn zur Reinhardswaldschule
Mit dem Bus 41 – Richtung Ihringshäuser Straße – bis Haltestelle Simmershausen-"Schocketal"  oder
mit den Straßenbahnen 3 und 7 - Richtung Ihringshäuser Straße - bis zur Endstation und dort weiter mit dem Bus 40 – Richtung Kleebergstraße – oder 41 – Richtung Bhf. Wilhelmshöhe – oder 42 – Richtung Hannoversch-Münden – bis Haltestelle Simmershausen-"Schocketal", sie liegt gegenüber dem Haupteingang der Reinhardswaldschule.

  Shuttledienst für die Reinhardswaldschule
ICE-Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe über den Ausqang Willy-Brandt-Platz verlassen. Danach rechts gehen, etwas abseits des offiziellen Taxistandes, in unmittelbarer Nähe des Intercity-Hotels ist der Treffpunkt. Das Shuttle-Taxi trägt die Aufschrift: “Mini-Car" Ggf. unter Telefon 0561-811081 anrufen.
Preis z.B.: Für 8 Personen 20 Euro, für 4 Personen 13 Euro, aufzuteilen unter den Fahrgästen.

Im Empfang (Brüder-Grimm-Haus) der Reinhardswaldschule anmelden.

Das Fuldaufer unterhalb der Reinhardswaldschule

Was spricht für die Mündener Gespräche?

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