Wer ist und was will die Sozialwissenschaftliche Gesellschaft 1950 e.V. ?

Die Sozialwissenschaftliche Gesellschaft will die Diskussion um eine monopol- und damit kapitalismusfreie Marktwirtschaft fördern. Sie will damit den Wirtschaftswissenschaften Anregungen geben zu Zukunftsentwürfen, die den gegenwärtigen Notstand der nationalen wie globalen Wirtschaft  überwinden helfen.

Die segensreichen Wirkungen der Marktwirtschaft werden durch die Macht des Kapitals geschmälert: Eine Investition erfolgt stets nur nach Maßgabe des zu erzielenden Kapitalertrages. Diese Investitionsbremse existiert unabhängig von der erforderlichen Wirtschaftlichkeitsprüfung einer unternehmerischen Initiative. Vorrang genießt, was rentabel ist.

In einer kapitalistischen Marktwirtschaft kann das Soziale nicht gleichrangig dem wirtschaftlich Notwendigen gegenübertreten, damit sich über den Weg der Selbstregulation ein gesunder Ausgleich findet. Das “freie Spiel der Kräfte” ist durch die Monopolstellung des Kapitals behindert. Überflüssige staatliche Interventionen sind die Folge. Der hochbürokratisierte Wohlfahrtsstaat ist an seine Grenzen gestoßen. Er entmündigt die Menschen, die seine “Wohltaten” suchen, und zerstört langsam aber sicher die freiheitliche Ordnung.

Auch unreflektiertes Laissez-faire kann nicht die Antwort auf ein System sein, in dem das Kapital eine strukturelle Übermacht besitzt. Gefragt und gesucht sind liberale Wege zum Ausgleich bestehender wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Ungleichgewichte, die sich in weltweiten Spannungen, Konflikten und Krisenerscheinungen manifestieren.

Die Sozialwissenschaftliche Gesellschaft stellt sich die Aufgabe, an der Suche nach den Voraussetzungen einer freiheitlichen und humanen  Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung mitzuwirken. Sie ist unabhängig von politischen Parteien und Konfessionen, von Staat und Wirtschaft.

Die Sozialwissenschaftliche Gesellschaft richtet ihre Aufmerksamkeit auf Fragen der Ordnung von Wirtschaft und Gesellschaft. Im Mittelpunkt stehen dabei das herkömmliche Geldwesen und das geltende Bodenrecht, von denen die Marktfreiheit eingeschränkt, der Wirtschaftskreislauf ungünstig beeinflusst und der Arbeitsertrag gekürzt wird. Die Monopole Geld und Boden behindern die Selbstheilungskräfte des Marktes, das “freie Spiel der Kräfte”. Eine freiheitliche Demokratie braucht jedoch als Entsprechung eine von Monopolen freie Marktwirtschaft.